A man leans back at his kitchen table with a relieved smile, the tablet he has been writing on still open in front of him and autumn light at the window.

Digitales Tagebuch: warum ich meine Journale so gebaut habe

Digitales Journaling · Privatheit · Gründerin

Eine Datei statt ein Buch, und der Grund dafür ist nicht Bequemlichkeit.

Von Simone Pleifer · September 2026 · 5 Minuten Lesezeit

Simone Pleifer

Gründerin von Journals by Simone. MSc in Ernährungswissenschaften. Über 14 Jahre in der klinischen Forschung in der Pharmaindustrie. Entwicklerin der Vier-Schritte-Methode hinter emotionaler Klarheit, geschrieben für Menschen mit heimlicher Liebe, Situationships und unausgesprochenen Gefühlen.

Kurz gesagt

Ein digitales Tagebuch ist eine Datei statt ein Buch. Du schreibst am Tablet oder am Handy hinein, druckst es zu Hause aus, oder machst beides. Ich habe meine Journale von Anfang an so gebaut, weil ein Gefühl, über das du mit niemandem sprichst, keinen Gegenstand verträgt, der herumliegt.

Es gibt zwei Wege, wie Menschen bei mir landen. Die einen suchen nach Worten für etwas, das sie niemandem erzählen können. Die anderen suchen etwas viel Praktischeres: ein Tagebuch, das keinen Platz in der Wohnung braucht.

Beide Wege enden bei derselben Datei. Hier steht, was ein digitales Tagebuch überhaupt ist, wie du damit arbeitest, und warum bei mir kein gebundenes Buch dahintersteht.


Was ist ein digitales Tagebuch?

Ein digitales Tagebuch ist ein Journal als PDF. Du öffnest es auf dem Tablet, dem Handy oder am Rechner und schreibst direkt hinein, entweder mit dem Stift oder über die Tastatur. Es liegt auf deinem Gerät, so wie ein Foto auf deinem Gerät liegt.

Der Unterschied zu einer Tagebuch-App ist wichtig, weil er oft durcheinandergeht. Eine App verlangt ein Konto und speichert deine Einträge auf einem fremden Server. Ein digitales Journal als PDF verlangt nichts davon.

Bei meinen Journalen kommt dazu, dass sie geführt sind. Du bekommst also keine leeren Seiten, sondern eine Struktur mit Impulsen, die aufeinander aufbauen. Wie diese Struktur aufgebaut ist, steht in emotionale Klarheit in vier Schritten.


Wie führe ich ein digitales Tagebuch?

Du brauchst eine App, in der du Notizen machen kannst, und sonst nichts. Auf dem iPad sind das meistens GoodNotes oder Notability, auf Android tut es jede App, die PDFs beschreiben kann. Du lädst die Datei aus deiner Bestellbestätigung, legst sie in die App und schreibst mit dem Stift auf die Seite.

Handschriftlich, wenn du magst. Am Bildschirm zu schreiben und mit der Hand zu schreiben sind keine Gegensätze, ein Stift auf dem Tablet ist beides gleichzeitig.

Für den Kalender gibt es zusätzlich eine Fassung, die einfach im Browser läuft. Sie speichert nichts von dem, was du hineinschreibst. Du siehst deinen Tag, du schreibst, du schließt das Fenster.

So schreibst du Was du dafür brauchst Wann das passt
Handschriftlich am Tablet Tablet mit Stift, GoodNotes oder Notability Du willst mit der Hand schreiben, ohne ein Buch zu besitzen
Getippt am Handy oder Rechner Eine App, die PDFs beschreiben kann Du schreibst unterwegs oder abends im Bett
Im Browser Nur den Link, kein Konto Du willst sofort anfangen und nichts speichern
Auf Papier Drucker, A5 oder A4 Du brauchst Papier unter den Händen und entscheidest danach, was bleibt

Kann ich ein digitales Tagebuch ausdrucken?

Ja, und das ist der Punkt, an dem digitale Journale ihren größten Vorteil gegenüber gebundenen Büchern haben. Jedes Journal ist so gesetzt, dass du es zu Hause in A5 oder A4 sauber ausdrucken kannst, komplett oder Seite für Seite.

In Foren kommt an dieser Stelle regelmäßig der Einwand, ein Ausdruck könne genauso gefunden werden wie ein Buch. Das stimmt, aber nur für die Seiten, die du wirklich ausdruckst. Und dieser Unterschied ist größer, als er klingt.

Ein gebundenes Buch bewahrt alles auf, was du je hineingeschrieben hast. Auch die Einträge, die du selbst nie wieder lesen willst. Bei einzelnen Blättern entscheidest du nach dem Schreiben, ob die Seite bleibt, in einen Ordner wandert oder im Müll landet.


Was ist, wenn die Datei verloren geht?

Der zweite große Einwand, und er ist berechtigt. Ein Gerät geht kaputt, ein Handy kommt weg, eine Datei wird versehentlich gelöscht. Der Unterschied zum Papierbuch liegt darin, dass sich eine Datei kopieren lässt und ein Notizbuch nicht.

Die leere Vorlage kannst du beliebig oft sichern, auf einer zweiten Festplatte oder auf einem Stick, der in deiner Schublade liegt. Verbrennt ein Notizbuch, ist es weg.

Deine beschriebenen Seiten sind der eigentliche Wert, und sie liegen dort, wo du sie speicherst. Ich würde immer das Gerät nehmen, das du selbst entsperrst, und nicht den geteilten Cloud-Ordner der Familie.


Warum meine Journale von Anfang an digital sind

Weil das der Grund war, aus dem es sie überhaupt gibt. Privatheit war bei mir keine Eigenschaft, die später dazukam. Sie war die Vorgabe, nach der alles gebaut wurde, und digital war die Antwort darauf.

Ich habe Journals by Simone in einer Zeit heimlicher Liebe begonnen. Bevor ich den ersten ehrlichen Satz schreiben konnte, habe ich ein logistisches Problem gelöst. Ich habe überlegt, in welche Schublade das Buch kommt, was passiert, wenn es jemand aufschlägt, und ob der Umschlag von außen harmlos genug aussieht.

Solange diese Rechnung mitläuft, schreibst du mit angezogener Handbremse. Du lässt den Namen weg. Du formulierst so, dass die Seite es überstehen würde, gelesen zu werden, und hörst drei Zeilen vor dem Satz auf, um den es eigentlich geht. Genau dieser Satz ist der, der etwas verändert.

Kein Paket an der Tür, nichts im Regal, und die Datei liegt hinter dem Code, den du ohnehin vierzig Mal am Tag eingibst.

Dass diese Entscheidung auch etwas kostet, gehört dazu. Ein digitales Journal kann man nicht einpacken und verschenken. Es macht sich auf keinem Bücherregal gut, und es sieht auf Fotos schlechter aus als ein gebundenes Buch. Dafür verlangt es von niemandem eine Erklärung.

"Ein Umschlag, den niemand sieht, ist ein fairer Preis für eine Seite, auf der du ganz ehrlich sein kannst."

Simone Pleifer · Journals by Simone

Häufige Fragen

Brauche ich eine App oder ein Konto für ein digitales Tagebuch?

Nein. Du bekommst nach dem Kauf eine PDF-Datei per E-Mail. Sie öffnet sich in GoodNotes, in Notability oder in jeder App, die schon auf deinem Gerät ist. Es gibt kein Konto anzulegen, und Journals by Simone speichert nichts von dem, was du schreibst.

Kann ich in ein digitales Tagebuch mit der Hand schreiben?

Ja. Mit einem Stift am Tablet schreibst du direkt auf die Seite, das ist Handschrift im vollen Sinn. Wer Papier unter den Händen braucht, druckt die Seiten zu Hause aus und schreibt darauf, einzeln oder das ganze Journal auf einmal.

Ist ein digitales Tagebuch sicherer als ein Notizbuch?

In einer Wohnung, die du mit anderen teilst, in aller Regel ja. Ein Notizbuch braucht einen Platz, den nur du öffnest, und den gibt es selten. Eine Datei liegt hinter der Sperre deines Geräts und fällt niemandem auf, der eine Schublade aufmacht.

Was passiert, wenn ich das Gerät wechsle?

Die Datei gehört dir und lässt sich beliebig oft kopieren. Du sicherst sie am besten einmal an einem zweiten Ort, zum Beispiel auf einem Stick. Der Download-Link in deiner Bestellbestätigung bleibt dein Ausgangspunkt für die leere Vorlage.


Womit du anfangen kannst

  1. Deine ersten 7 Tage, gratis, ein Impuls und eine kurze Übung pro Tag.
  2. Kalender für emotionale Klarheit, dreißig Tage, mit Browser-Fassung und PDF zum Ausdrucken.
  3. Das Unausgesprochene schreiben, sieben längere Kapitel, wenn du lieber liest, bevor du schreibst.

Falls du gerade eher überlegst, wo ein Tagebuch in deiner Wohnung überhaupt sicher wäre, habe ich dazu einen eigenen Artikel geschrieben: Tagebuch schreiben, ohne dass es jemand findet.

Simone Pleifer, MSc

Simone Pleifer, MSc, ist die Gründerin von Journals by Simone und hat das System für emotionale Klarheit in vier Phasen entwickelt. Sie hat einen MSc in Ernährungswissenschaft und vierzehn Jahre Erfahrung in der pharmazeutischen klinischen Forschung. Ihre Arbeit verbindet wissenschaftliche Genauigkeit mit emotionaler Tiefe, für Menschen in heimlicher Liebe, in Situationships und mit unausgesprochenen Gefühlen. Derzeit entwickelt sie eine Supplement-Linie als Ergänzung zu diesem System.

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